Wie können Eltern, Pädagogen, Lehrer und Schulen einfühlsam und faktenbasiert mit Geschlechtsverunsicherung umgehen, statt den Trans-Hype bei Minderjährigen zu fördern? Zukunft CH organisiert zu dieser aktuellen Frage zusammen mit dem Lehrernetzwerk Schweiz eine Weiterbildung mit Mag. Dagmar Kieninger, Gymnasiallehrerin und Referentin für Entwicklungssensible Sexualpädagogik ESSP®.
Immer mehr Schweizer Schulen machen den Umgang mit Transgender zum Thema und verpflichten ihre Mitarbeiter dabei häufig auf den „affirmativen Ansatz“. Lehrer und Schulpsychologen werden dabei, wie Zukunft CH bereits berichtete, dazu angehalten, die Selbstdiagnose von Schülern zu bestätigen und sie bei ihrem Wunsch nach einer Geschlechtstransition zu unterstützen. Dies in gewissen Fällen sogar gegen den Willen der Eltern.
Wissenschaftliches Vorgehen verhindert Fehldiagnosen
Dass der affirmative Behandlungsansatz zu Fehldiagnosen mit irreversiblen Schädigungen führen kann, ist bekannt. Länder wie Schweden, Norwegen, Frankreich oder England haben in den letzten Jahren deshalb ihre Gesetze geändert und regeln geschlechtsverändernde Eingriffe bei Minderjährigen sehr streng, wenn sie überhaupt noch zugelassen sind. So hat beispielsweise der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) für England entschieden, die Verschreibung von Pubertätsblockern an Minderjährige bis auf weiteres einzustellen.
Weil die Schweiz hier noch immer weit hinterherhinkt und die öffentlichen Schulen mehrheitlich einem stark ideologisch geprägten Konzept folgen, braucht es private Initiativen, die wissenschaftlich gestützte Behandlungsansätze bekannt machen. Deshalb hat die Stiftung Zukunft CH zusammen mit dem Lehrernetzwerk Schweiz eine entsprechende Schulung zu diesem Themenbereich organisiert. Als ausgewiesene Expertin wird die Gymnasiallehrerin Mag. Dagmar Kieninger, die den Lehrgang für „Entwicklungssensible Sexualpädagogik ESSP®“ an der Hochschule in Heiligenkreuz bei Wien absolviert hat, die Weiterbildung gestalten.
Geschlechtsidentität und Diversität
In ihrem Referat „Diversität in Bezug auf Geschlecht (Transgender) – alternative Ansätze für den Umgang an Schulen“ führt Kieninger die folgenden Themen aus:
✔ Aufzeigen der Entstehung der Geschlechtsidentität von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter.
✔ Kategorisierung von Abweichungen sowie Differenzierung zwischen normaler Entwicklung und behandlungsbedürftigem Befinden von Kindern und Jugendlichen ✔ Entwicklung eines einfühlsamen schulischen Umgangs unter Berücksichtigung rechtlicher, medizinischer und sozialer Aspekte.
✔ Entwicklung praxisorientierter Leitlinien für Schule und Homeschooling.
Eckdaten des Weiterbildungstages:
Samstag, 17. Mai 2025, von 09.00 bis 16.30 Uhr im Bistro Inklusive in Aarau – gleich neben dem Bahnhof. Der Anlass ist für alle Teilnehmer kostenlos, die Kosten werden vom Lehrernetzwerk Schweiz übernommen.
Programm Vormittag: Schulung und Impulse von und mit Sexualpädagogin und Gymnasiallehrerin Mag. Dagmar Kieninger. Sie legt mit ihrem Input die Grundlagen für die Arbeit in Projektgruppen am Nachmittag.
Mittagspause mit Möglichkeit zum gemeinsamen Essen – alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen.
Programm Nachmittag: Brainstorming und erste Konzepte von Unterrichtsmaterialien für die Oberstufe in Projektgruppen erarbeiten (freiwillig).
Die Weiterbildung ist sowohl für Lehrer, Schulleiter, Schulsozialleiter und Pädagogen wie auch für interessierte Mütter und Väter geeignet und empfohlen.
Hier geht es zur Anmeldung, Anmeldeschluss ist der 15. April 2025!
Zur Referentin Mag. Dagmar Kieninger:
Mag. Dagmar Kieninger, Gymnasiallehrerin und ESSP®-Pädagogin, hat sich intensiv mit den gesellschaftlichen Entwicklungen rund um Geschlechtsidentität auseinandergesetzt. Durch ihre Ausbildung in „Entwicklungssensibler Sexualpädagogik“ hat sie Ansätze entdeckt, die helfen, Jugendliche mit Sensibilität und Fachwissen zu begleiten.